Rassebeschreibung und warum ich züchte

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Sowohl der Basset Hound wie auch der Bloodhound gehören zu den sog. Lauf- und Schweißhunden der FCI Gruppe 6, wobei der Basset Hound der Sektion 1.3 „Kleiner Laufhund“ und der Bloodhound der Sektion 1.1 „Großer Laufhund“ angehört. Das impliziert, dass neben den reinen körperlichen/rassetypischen Merkmalen, auch ein großer Fokus auf die Beweglichkeit und das Gangwerk bei diesen Rassen zu legen ist. Bitte haben Sie dies immer im Kopf, wenn Sie sich Hunde dieser Rassen ansehen.

Bloodhounds gehören zur Sektion "Großer Laufhund"

Der angedachte Verwendungszweck dieser Rassen ist die Jagd und sowohl der Bloodhound als auch der Basset Hound müssen bei dem ihnen angedachten Verwendungszweck körperlich in der Lage sein, Spuren ausdauernd und über weite Strecken zu verfolgen. Die körperliche Gebrauchstauglichkeit muss eines der vorrangigen Zuchtziele sein, um gesunde und somit auch dem Standard entsprechende Hunde hervorzubringen.

Der Standard definiert daher für beide Rassen das folgende (Zitat):

(1) Bloodhound: „Kein Merkmal soll so übertrieben sein, dass die Harmonie der Gesamter-scheinung gestört wird, der Eindruck von Grobheit erweckt wird oder es gar der Gesundheit und dem Wohlbefinden des Hundes schadet;


(2) Basset Hound: „Es ist wichtig, dass man sich daran erinnert, dass dies ein arbeitender Laufhund ist und dass er seinen Anforderungen entsprechen muss, deshalb soll er kräftig, aktiv und fähig zu groβer Ausdauer im Feld sein.

Xeros vom Rusteberg

Nun ein bisschen Historie, warum ich mich entschieden habe zu züchten:

Die vorangegangenen Ausführungen sind einer der Gründe dafür, warum ich mich entschlossen habe Basset Hounds und insbesondere auch Bloodhounds zu züchten. Es ist mir ein Anliegen, diese zwei großartigen Rassen zu erhalten, und zwar „arbeitsfähig“ zu erhalten.

Ich wollte immer einen „echten“ Basset Hound, d.h. mit allen diesen für einen Basset Hound eben typischen und wie ich finde liebenswerten Merkmalen. Wir alle verbinden mit dem Basset Hound sicherlich die langen Schlappohren, den melancholischen Blick, die kurzen Beine und den langen Körper und natürlich oftmals auch eine gewisse sture Gemütlichkeit. Was ich allerdings nie wollte, war ein träger und kaum zur Bewegung geeigneter Hund, der an unseren langen Spaziergängen und Ausritten mit dem Pferd infolge seiner körperlichen Gegebenheiten keinen Anteil nehmen kann. Dieser Typ hätte als Spielgefährte auch nie zu unseren sportlichen American Staffordshire Terriern gepasst. Meine eigene Erfahrung war, dass ich nach diesem Typus des Basset Hounds immer lange suchen musste. Zum Glück bin ich nach längerem Suchen dennoch immer bei großartigen Züchtern fündig geworden. Mit meiner Zucht möchte ich, ebenso wie diese Züchter, einen aktiven Beitrag leisten, diesen Typ des Basset Hounds der „kräftig, aktiv und fähig zu groβer Ausdauer im Feld“ ist, weiter zu erhalten.

Bezogen auf den Bloodhound gab es für mich gewisse Parallelen. Ich habe lange (fast 2 Jahre) nach (m)einem (ersten) Bloodhound gesucht, bis ich bei einer Züchterin aus Berlin einen Typus gefunden habe, der meinen Idealvorstellungen entsprach. D.h. rassetypisch, aber nicht zu schwer, nicht zu gedrungen und mit nicht übertriebener Faltenbildung / Wamme und anliegenden Augenliedern.

So zog Ende Juni 2016 unsere Hündin „Bubbles von Bertram Knoll Bloodhound-Berlin“ bei uns ein. Ihr folgte im Februar 2020 der Rüde „Georgi von Bertram Knoll Bloodhound-Berlin“ nach.  Damals habe ich oft gehört und höre es heute manchmal noch, dass das ja keine „richtigen“ Bloodhounds sind, da diese zu hochbeinig, zu wenig Wamme und viel zu „glatte“ Augen(lieder) und damit keine „rassetypischen“ Merkmale hätten.

Bubbles von Bertram Knoll Bloodhound-Berlin

Das tragen Bubbles, Georgi und ich mit Fassung, da mittlerweile viele Jahre vergangen sind und die beiden Bloodhounds exzellente Arbeit als einsatzgeprüfte Mantrailer leisten und stets gesund waren/sind. Insbesondere „Georgi von Bertram Knoll Bloodhound-Berlin“ hat durch seine zahlreichen Ausstellungserfolge, Champion Titel und Grand Champion Titel sowie seine Zuchtzulassung durch den ÖBaLC/ÖKV mittlerweile sicherlich auch manchem Kritiker bewiesen, dass er ein „echter“ Bloodhound ist.

All das wurde letztendlich nur Dank der Offenheit des Österreichischen Kynologenverbandes (ÖKV) und des Österreichischen Basset- und Laufhunde Clubs (ÖBaLC) möglich, da Georgi wie auch Bubbles nach erfolgreicher Phänotypisierung eine Zuchtbuchnummer des ÖBaLC und somit ÖKV/FCI Registerpapiere zugteilt wurde, da die Züchterin dieser beiden Hunde nicht unter dem VDH sondern dem FCG gezüchtet hatte.

Georgi von Bertram Knoll Bloodhound-Berlin
Scotts Bald Eagle Birdie
Scotts Bald Eagle Birdie

Mittlerweile bereichern noch zwei weitere Bloodhound Mädels (die „US-Girls“), zwei Basset Hound Mädels und ein Basset Hound Rüde unsere Familie und bilden den Grundstock für meine Zucht.